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Arnis Escrima Kali (AEK) - unter diesen drei Begriffen wurden die philippinischen Kampfkünste bekannt. Bekannt vor allem für ihre raffinierten und blitzschnellen Techniken.
Armlange Stöcke aus Rattan werden im Training bevorzugt eingesetzt, da sie billig und überall auf den Philippininen zu haben sind.
In der Selbstverteidigung überträgt man die Techniken auf alltägliche Gegenstände, wie Zeitungen, Schuhe, Handtücher, Kugelschreiber, Regenschirme ...

Das erste Mal traf die europäische Zivilisation 1521 auf diese Kampfkunst, als der portugiesische Weltumsegler Magellan auf der philippinischen Insel Mactan getötet wurde.
Später kämpften die Einheimischen jahrhundertlang gegen die spanischen Besatzer und integrierten europäische Kampftechniken (Schwert und Dolch) in ihr nun verbotenes Kampfsystem.
Aus dieser Zeit stammen viele der tänzerischen Elemente, mit denen Arnis getarnt oder im Verborgenen weitergegeben wurde.

In den Dschungelkämpfen des zweiten Weltkriegs entdeckten Verbündete und Feinde der Philippinos die Effektivität dieser Kampfkunst und von da an wurde Arnis einer breiteren Masse zugänglich, zuerst den Spezialeinheiten bei Polizei und Armee. Aber schon kurze Zeit später trainierten Kampfsportler in Australien und Nordamerika Arnis Escrima Kali.

Bis in die späten siebziger Jahre gab es keine Wettkämpfe im Arnis. Wollten sich zwei Kämpfer vergleichen, dann traten sie auf so genannten "Death Matches" gegeneinander an. Oft endete dies mit dem Tod des einen und schweren Verletzungen des anderen.
Ein Verbot der Regierung machte diesem Volksspaß ein Ende.
Die Philippinos entwickelten daraufhin ein sportliches Konzept für Wettkämpfe. Diese unblutige Art sich zu vergleichen traf auf breite Zustimmung auf den Philippinen und in der ganzen Welt.
1984 wurde die WEKAF (World Escrima Kali Arnis Federation) gegründet, der Stockkämpfer unterschiedlichster Stile aus mittlerweile 24 Ländern angehören. Die WEKAF richtet alle zwei Jahre Weltmeisterschaften aus, zu denen sich Stockkämpfer auf nationalen und internationalen Turnieren qualifizieren.